Übung an der Schule Pollenfeld
8.45 Uhr. Der Hausalarm schrillt durch die Grundschule Pollenfeld. Dicke Rauchschwaden ziehen durch die Gänge. Aus der Lautsprecheranlage wiederholt sich ununterbrochen die Durchsage: „Achtung, Achtung. Die Schule muss evakuiert werden. Bitte verlassen sie umgehend das Gebäude durch die Notausgänge und begeben sie sich zum Sammelplatz“. Nach und nach kommen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen geordnet aus dem Schulgebäude und begeben sich klassenweise auf den Sportplatz, der als Sammelplatz dient. Fast zeitgleich rücken die Feuerwehren aus Pollenfeld und Preith mit Blaulicht an und beginnen damit, nachdem sich Kommandant Werner Strehler ein Bild der Lage gemacht hat, Löschschläuche zu verlegen. Schulleiterin Isabelle Held überprüft derweil draußen die Vollzähligkeit der Kinder. Zwei Schüler fehlen, sie hatten sich auf die Toilette abgemeldet. Unverzüglich begeben sich die Atemschutzgeräteträger in das Gebäude, um die Kinder zu suchen.
Zum Glück alles nur eine Übung, von der die Kinder und auch die meisten Lehrerinnen allerdings nicht informiert waren. Raphael erzählt, dass er tatsächlich gemeint hat, der Feueralarm sei ernst und Maria berichtet, dass eine Mitschülerin sogar ein bisschen geweint hat. Jetzt werden die Kinder darüber informiert, dass es sich um eine Übung handelt. Einige Minuten später kommen die „geretteten“ Schüler Rafael und Sebastian in Begleitung ihrer Retter aus dem Schulgebäude und Applaus der Kinder branntet auf. Nach einem kurzen „Wasser marsch“, meldet der Einsatzleiter „Brand gelöscht“ und die sehr realistisch gestaltete Feuerwehrübung kann abgeschlossen werden. Am Ende sind alle froh, dass es nur eine Übung war und Hanna kann der Angelegenheit auch etwas Positives abgewinnen: Wegen des Alarms ist jetzt die Deutschstunde ausgefallen“.
Pollenfelds zweiter Bürgermeister Siegfried Fries und Rektorin Held bedankten sich bei den Feuerwehrleuten für die Teilnahme an der Übung, für die sie teilweise extra frei genommen hatten. Beide betonten unisono, wie wichtig solche realitätsnahen Übungen für die Schüler und auch die Lehrer sind, um die Abläufe im Ernstfall richtig durchführen zu können. Das konnten die Kommandanten Strehler und Alex Bauer nur bestätigen: „Auch wir lernen durch jede Übung dazu und gerade in so einem großen Gebäude sind die Abläufe anders, wie bei einem Brand in einem Einfamilienhaus“. In der Abschlussbesprechung wurden noch einige Punkte angesprochen, die beim nächsten Mal noch besser gemacht werden könnten. In jedem Fall waren sich alle einig, dass solche Übungen regelmäßig wiederholt werden sollten.
Danke an Sigi für den Bericht und die Bilder

